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Fünf Minuten lesen für fünf Minuten Stille
Hallo,
letzte Woche habe ich ein Experiment gemacht. Fünf Minuten, mitten in der Arbeit, zwischen zwei Terminen. Einfach sitzen. Atmen. Nichts tun.
Nach ungefähr 90 Sekunden kam der erste To-Do-Punkt hoch. Nach zwei Minuten der Impuls, „nur kurz“ die Mails zu checken. Nach drei Minuten das schlechte Gewissen, dass ich gerade „unproduktiv“ bin.
Fünf Minuten Stille fühlen sich manchmal an wie eine halbe Stunde. Für jemanden, der gewohnt ist, Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu treffen und Dinge voranzubringen, ist Nichtstun eine echte Zumutung.
Am heutigen „Tag der Arbeit“ lohnt es sich, gemeinsam hinzuschauen!
Der beschäftigtste Mensch der Geschichte hat sich regelmäßig zurückgezogen
Lukas beschreibt eine bemerkenswerte Gewohnheit von Jesus. Mitten in der intensivsten Phase seines Wirkens, als die Menschenmengen immer größer wurden und die Anforderungen stiegen, steht ein Satz, der leicht überlesen wird:
»Er zog sich an einsame Orte zurück
und betete.«
(Lukas 5,16)
Das war keine einmalige Auszeit. Das griechische Wort beschreibt eine Gewohnheit, etwas Wiederkehrendes. Jesus hat mitten im Trubel regelmäßig den Rückzug gesucht. Er hat Bedürftige stehen lassen, Jünger warten lassen, Erwartungen enttäuscht, um allein mit dem Vater zu sein.
Wenn der Sohn Gottes das brauchte, was sagt uns das über unseren Terminkalender?
Stille verändert die Art, wie Du leitest
Stille ist kein spiritueller Luxus für Menschen mit viel Freizeit. Sie ist ein Führungsinstrument. In der Stille sortierst Du, was wirklich Priorität hat und was nur dringend wirkt. Du hörst Deine eigenen Motive klarer:
- Leite ich gerade aus Berufung oder aus Pflichtgefühl?
- Aus Klarheit oder aus Gewohnheit?
Wer regelmäßig still wird, trifft bessere Entscheidungen. Reagiert weniger impulsiv. Hört in Gesprächen, was zwischen den Zeilen steht. Leitet aus einer inneren Ruhe heraus, die andere spüren, auch wenn sie sie nicht benennen können.
Das klingt nach viel Versprechen für fünf Minuten Nichtstun.
Probier es aus, bevor Du urteilst.
Heute in aller Stille,
Thomas von Hills & Valleys
Dein Impuls für diese Woche
Stell Dir an drei Vor- oder Nachmittagen dieser Woche einen Timer auf fünf Minuten. Kein Gebet mit Agenda, kein Bibellesen, kein Journaling. Nur Stille.
Beobachte, was hochkommt: Unruhe, Gedanken, Impulse. Lass alles da sein, ohne etwas damit zu tun. Am dritten Tag wirst Du merken, dass sich etwas verschoben hat.
Was bedeutet „geistlich leiten“ im Alltag?
»Hills & Valleys ist eine wunderbare Gelegenheit, die mir verstehen hilft, was geistlich zu leiten bedeutet, andere und sich selbst. Eine Herausforderung, die Spuren in meinem Leben hinterlassen, meinen Alltag positiv verändert und mir neue Freunde geschenkt hat.«
Holger Trautmann, Teilnehmer 2020-2022

Im Summit lernst Du über 18 Monate, Deinen Führungsalltag geistlich zu verankern: durch persönliches Coaching, eine feste Trainingsgruppe, gemeinsame Erlebnisse und geistliche Impulse, die über Methoden hinausreichen.

Leadership-Podcast, Folge 6: Geistlich führen
Volker Hillebrenner wollte in den letzten zehn Jahren seiner beruflichen Karriere verstehen, wie die nächste Generation denkt, fühlt und führt. Im Podcast spricht er darüber, was es bedeutet, Führung als geistlichen Auftrag zu begreifen und jüngeren Leiterinnen und Leitern Raum zu geben.
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Hills & Valleys (engl. »Berge und Täler«) ist ein christliches, überkonfessionell ausgerichtetes Leadership-Projekt der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Das Ziel von Hills & Valleys ist die Ermutigung, Ausbildung, aktive Unterstützung und Begleitung von ehren- und hauptamtlichen Leiterinnen und Leitern innerhalb der Kirche. Darüber hinaus wendet sich Hills & Valleys an überzeugte Christen, die ihre Gaben und Verantwortung in der Gesellschaft einbringen.



