

Ausblick
7. Etappe: Positive Referenzbilder

Diese Etappe lädt Dich ein, über Deinen bisherigen Horizont hinauszublicken. Du beginnst, ein Bild davon zu entwickeln, wie Dein zukünftiger Weg als Leiterin oder Leiter aussehen kann. Dabei geht es nicht nur um Ziele, sondern um eine Haltung. Um Klarheit. Um Tiefe. Um eine neue Art, Dich selbst und Deine Aufgabe zu verstehen.
Ein zentrales Element dieser Etappe sind positive Referenzbilder, beispielsweise durch Erinnerungen an Situationen in Deinem Leben, in denen Du mit Leichtigkeit, Freude und innerer Klarheit geführt hast. Wo Du ohne Druck, ohne Masken und ohne Selbstzweifel wirksam warst. Diese kraftvolle Wegweiser zeigen Dir, wie es sich anfühlt, wenn Du ganz in Deiner Berufung unterwegs bist.
Durch geistliche Impulse, persönliche Reflexion, Zeiten der Stille und geführte Übungen schärfst Du Deine Vision weiter: Wer möchtest Du als Leiter bzw. Leiterin sein und wie fühlt es sich an, so unterwegs zu sein? Diese innere Ausrichtung verändert nicht nur Deinen Blick, sondern auch Deine innere Haltung.
Auf dieser Etappe triffst Du auf innere Hürden, die Deinen Blick nach vorn trüben und den nächsten Entwicklungsschritt erschweren.
- Unklare Zielbilder: Ohne innere Vision verlierst Du leicht die Orientierung und agierst reaktiv statt ausgerichtet.
- Verhaftung im Alten: Alte Denkmuster und Selbstbilder wirken stärker, wenn es keine neue, attraktive Alternative gibt.
- Zweifel: Manche glauben nicht, dass echte Veränderung für sie möglich ist oder sie ihnen überhaupt „zusteht“.
- Mangel an emotionaler Anbindung: Wenn Ziele nur kognitiv formuliert sind, fehlt die Begeisterung und der innere Antrieb.
- Vergessen eigener Stärken: Viele unterschätzen ihre Ressourcen und übersehen, wo sie bereits in der Vergangenheit kraftvoll geführt haben.
Wenn Du Dich mit positiven Referenzbildern stärkst, ergeben sich für Dich folgende Chancen:
- Kraftvolle Erinnerungen: Du erinnerst Dich an Momente, in denen Du bereits in Deiner Berufung gewirkt hast und schöpfst daraus neue Stärke.
- Emotionale Klarheit: Du entwickelst ein Zukunftsbild, das Dich emotional trägt und motiviert.
- Neues Selbstverständnis: Du beginnst, Dich mit Deiner Berufung zu identifizieren. Nicht als abstraktes Idealbild, sondern als reale Perspektive.
- Tiefe geistliche Ausrichtung: Deine Vision wird nicht nur aus Wünschen gespeist, sondern aus Gottes Verheißungen über Deinem Leben.
- Ermutigung zur Entfaltung: Du erkennst, dass Du nicht werden musst, „wie jemand anders“, sondern mehr Du selbst. So, wie Gott Dich gedacht hat.
Diese Etappe ist wichtig, weil sie Dir den Blick öffnet für das, was möglich ist, wenn Du Dich mit Deiner Berufung verbindest, Dein volles Potenzial anerkennst und beginnst, die Zukunft in Gottes Kraft neu zu denken.
Diese Etappe richtet den Blick bewusst nach vorn. Weg von To-dos, hin zur Frage: Wer willst Du als Leiter oder Leiterin sein und wie möchtest Du führen? Du beginnst, die innere Landschaft Deiner Berufung zu gestalten: mit Bildern, Erinnerungen und Visionen, die Dir Kraft geben. Im Zentrum stehen dabei positive Referenzbilder, ein Schlüsselbegriff bei Hills & Valleys. Gemeint sind damit Erfahrungen, Erinnerungen oder Vorbilder, die Dir zeigen, wie sich gesunde, souveräne und geistliche Leiterschaft anfühlen kann.
Solche Referenzbilder findest Du oft in Momenten, in denen Du mit Unbeschwertheit gewirkt hast, wo Du ohne Druck, ohne Maske oder innere Schranken einfach bei Dir warst. Diese Erlebnisse sind keine Zufälle, sondern Spuren Deiner Berufung. Sie zeigen Dir, wer Du bist, wenn Du in Deiner Kraft und im Einklang mit Gott unterwegs bist.
Auch die Bibel ist voll von solchen Referenzfiguren:
- Nehemia, der aus tiefer Betroffenheit eine Vision entwickelt und mutig Verantwortung übernimmt.
- Esther, die im richtigen Moment Klarheit und Mut findet, um für ihr Volk einzustehen.
- Josef, der trotz schwerer Umstände seinen Blick nicht verliert und zur rechten Zeit als Leiter Verantwortung übernimmt.
Sie alle zeigen: Eine neue Realität beginnt mit einer inneren Vision, geformt aus Gottes Zuspruch, den eigenen Erfahrungen und einer wachsenden inneren Klarheit. Auf diesem Abschnitt nimmst Du Dir Zeit, diese Bilder zu entdecken und zu vertiefen. Du lernst, sie nicht nur zu analysieren, sondern zu fühlen. Denn nur was emotional trägt, wird Dich wirklich leiten.
Diese Etappe lebt von Deiner aktiven Auseinandersetzung mit dem, was Dich bewegt und mit dem, was Dich bewegt hat. Es geht darum, die positive Energie vergangener Erfahrungen zu aktivieren und Deine Vision für eine neue Wirklichkeit greifbar zu machen.
Hills & Valleys stellt Dir dafür unterschiedliche Werkzeuge und kreative Methoden zur Verfügung, mit denen Du Dein persönliches Referenzbild schärfen und Deine innere Haltung festigen kannst:
- Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®): Mit dieser Methode lernst Du, unbewusste Bedürfnisse und stärkende Ressourcen zu aktivieren. Du entwickelst ein sogenanntes „Motto-Ziel“, das Dich emotional trägt und motiviert, jenseits von reinem Leistungsdenken.
- LEGO® Serious Play®: In moderierten Sessions baust Du mit LEGO-Steinen Dein inneres Zukunftsbild als dreidimensionales Modell. So wird sichtbar, was Du oft nur vage spürst: Deine Werte, Dein Warum, Deine Zukunft in Bildern. Und manchmal bringt das Modell Fragen hervor, die Du vorher nicht formulieren konntest.
- Das eigene Warum entdecken (Simon Sinek): Du setzt Dich mit Deiner inneren Motivation auseinander: Warum tust Du, was Du tust? Was treibt Dich an, jenseits von äußeren Erwartungen? Dieses „Why“ bildet den Kern Deiner Vision und hilft Dir, Entscheidungen klarer zu treffen.
- Strategie- und Visionsentwicklung: In Reflexionseinheiten, Coachings oder Gruppenprozessen formulierst Du Deine strategische Ausrichtung als Leiter: Wer willst Du sein? Was soll bleiben, was darf sich ändern? Welche Vision trägt Dich?
- Stille Zeit und Meditationen: In der Stille bist Du eingeladen, Erinnerungen an frühere, stärkende Erfahrungen bewusst zu aktivieren. Diese inneren Bilder helfen Dir, ein tragfähiges Selbstverständnis zu entwickeln, als Mensch und als Führungskraft.
Diese Werkzeuge sind ein Schlüssel dafür, das sichtbar zu machen, was längst in Dir angelegt ist und was Gott in Dir zur Entfaltung bringen möchte.
Wenn Du beginnst, Deine positiven Referenzbilder bewusst zu aktivieren, entsteht eine neue innere Ausrichtung. Du führst nicht mehr aus einem Mangel heraus, sondern aus einer gestärkten Identität. Du weißt, wie sich Klarheit anfühlt. Du erinnerst Dich daran, wie Du schon einmal mit innerer Freiheit unterwegs warst und beginnst, genau diese Haltung neu zu kultivieren.
Die Bilder, die Du auf dieser Etappe entwickelst, geben Dir Orientierung in herausfordernden Situationen. Sie erinnern Dich daran, wer Du bist und wer Du sein willst. Sie helfen Dir, nicht in alten Denk- oder Verhaltensmustern zu verharren, sondern bewusst neue Wege zu gehen.
Gleichzeitig wächst in Dir eine innere Vision: nicht nur für Deine Rolle als Leiter oder Leiterin, sondern für das größere Bild, in das Du gestellt bist. Du spürst: Es geht nicht nur um Dich, sondern um das, was durch Dich in anderen wachsen darf. Deine Haltung verändert sich: von Getriebenheit zu Gelassenheit, von Kontrolle zu Vertrauen.
„Ich aber will auf den Herrn schauen,
will harren auf den Gott meines Heils.
Mein Gott wird mich erhören.“
(Micha 7, 7)
Die innere Klarheit, die Du auf dieser Etappe gewonnen hast, bildet das Fundament für sichtbare Veränderung. Im nächsten Schritt geht es darum, die neu entdeckte Haltung im Alltag zu verkörpern. Durch kleine, konsequente Schritte, die zeigen, was in Dir gewachsen ist: in Deinem Verhalten, Deinen Entscheidungen und Deiner Wirkung auf andere. Denn wahre Veränderung geschieht nicht nur im Herzen – sie ist auch äußerlich zu erkennen, wenn Deine Haltung Hand und Fuß bekommt.





